Unter dem Titel „Was macht das mit dem Therapeuten? – Das eigene Bauchgefühl wahrnehmen und nutzen“ gab Fachbereichsleiter Dr. Thomas Reyer einen Workshop auf der DGSF-Jahrestagung 2015 in Magdeburg. Die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer schulten ihre eigene Wahrnehmung für die Beratungsprozesse und den Mut, ungewöhnliche irritierende Ideen spontan zu nutzen.

Workshop-Inhalt

Mit der Aufmerksamkeit ausschließlich bei den Klienten sein – ist das nicht das Beste für deren Veränderungsprozess? – Nein! Unsere eigenen, zunächst persönlichen Gefühle, Wahrnehmungen, Gedanken und Bilder in der beratenden Rolle hat allermeist mehr mit dem Klientensystem zu tun als mit uns privat: Seien es Wut, Ratlosigkeit oder Langeweile, seien es Kopfweh, Magengrummeln oder kribbelnde Hände – diese Eindrücke geben uns wichtige Informationen über das Klientensystem und deren Ankopplung im Beratungssystem. Nach der Kybernetik zweiter Ordnung entstehen unsere Eindrücke als subjektives Abbild der Klientenrealität – systemische Interventionen werden dann wirksam, wenn sie deren Interaktionsmuster irritieren, also anschlussfähige Neuigkeit anbieten.

In diesem Workshop werden die persönlichen emotionalen Signalgeber und Ressourcen der Therapeuten, Berater, Coaches und Supervisoren reflektiert. Die Achtsamkeit für die eigenen Signale wird gewürdigt und durch Pendeln zwischen Innen- und Außenwahrnehmung in Wahrnehmungsübungen und Rollenspielen geschärft. Der Mut, mithilfe der eigenen Intuition auch „quere“ und dadurch angemessen-ungewöhnliche Interventionen anzubieten, wird gestärkt. Dies authentisch und entschlossen umzusetzen ermöglicht eine aktive, kreative und wirksame Interaktion mit den Klienten.

Ort und Zeit

am Freitag, 25. September 2015, 9.30 – 11.00 Uhr
in den Messehallen und Fachhochschule Magdeburg im Elbauenpark
Haus 14, Seminarraum 5

—> Skript zum Workshop als Download

Workshop zur DGSF-Jahrestagung in Magdeburg
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