Künstlerisch-Systemische Therapie

Veränderungsprozesse werden innerhalb der Künstlerisch-Systemischen Therapie gleichermaßen als therapeutische wie auch gestalterische Prozesse verstanden. Künstlerisch-systemische Therapeut*innen werden selbst zu kreativen Gestalter*innen und ermutigen auch ihre Klient*innen dazu, dies zu werden. Sie begleiten Klient*innen ressourcenorientiert in persönlichen und psychosozialen Krisensituationen sowie bei individuellen Fragestellungen und betrachten den klient*innenspezifischen Such- und Findungsprozess als ästhetische Gestaltungsaufgabe.

Die KST bedient sich nicht nur „künstlerischer Mittel“, sondern entwickelt sich aus einem künstlerischen Prozessverständnis. Daraus ergeben sich neue Formen der systemischen Intervention in künstlerischer Form und in therapeutischer Wirksamkeit, allerdings nicht als heilkundliche Tätigkeit. Diese Arbeitsweise bindet die Klient*innen besonders intensiv und gestaltend ein, aktiviert sämtliche Sinne und Ressourcen und unterstützt eine nachhaltige Wirkung der therapeutischen Arbeit. Die Weiterbildung richtet sich an grundständig ausgebildete Berater*innen, Pädagog*innen, Kultur- und Kunstvermittler*innen, Therapeut*innen, Coaches, Supervisor*innen, Künstler*innen mit relevanten Vorerfahrungen und qualifiziert sie zu „Künstlerisch-Systemischen Therapeut*innen“. Die Teilnehmer*innen profilieren ihre therapeutischen Kompetenzen und professionelle Identität in einer aktivierenden, konsequent systemischen Didaktik in zum Teil künstlerischem Lern-Setting.

  • Podcast: Einführung in Künstlerisch-Systemische Therapie (KST)
    In meinem Podcast GedankenStich stelle ich in loser Folge Konzepte und Methoden aus der Welt der systemischen Beratung, der systemischen Therapie und der systemischen Didaktik zur Verfügung. In meiner ersten Folge möchte ich eine kurze Einführung in die Künstlerisch-Systemische Therapie geben. Die Künstlerisch-Systemische Therapie, auch abgekürzt als KST, ist ein sehr prozess-offenes und prozess-orientiertes Format, ...