Räume für Auseinandersetzung und Visionen
Der Kampf hat längst begonnen: Wir leben heute leben in einer Zeit, in der sich gesellschaftliche Fronten extrem verhärten – mehr noch:
Diskurse sind zunehmend von Kampfrhetorik geprägt. Was soll ich von dieser Kampfansage halten?
Hier lohnt nun ein Blick auf das Ringen, als Kampfkunst sowie als Metapher.
Wozu nun Ringen?
Ich bin sicher kein Kämpfertyp oder verkappter Ninja. Allerdings gefällt mir: Ringen ist ein Wettkampf mit klaren Regeln – er ist zeitlich wie räumlich begrenzt. Punkte werden gezählt, Verletzungen vermieden. Ohne Regeln wäre es Angriff, Selbstverteidigung oder Krieg.
Es geht nicht um Vernichtung, sondern um Auseinandersetzung. Ringen ist ein Kräftemessen mit Kontakt, Spüren, Klarheit. Es kann evtl. sogar etwas Spielerisches haben, man denke an kleine Kinder und junge Raubtiere, die gerne raufen.
Wer ringt, hat einen Standpunkt, aber keinen Feind – er/sie hat eine/n Gegner/in, die zugleich Partner/in im Wettstreit ist. Egal, wer gewinnt oder unterliegt – beide Seiten erleben Respekt. Und vielleicht passt auch die Lebenserfahrung: Wir wachsen an Fehlschlägen und durch Widerstände – also mehr durch Scheitern als durch Erfolg.

Die Welt da draußen
Solch eine kontaktstarke Form der Auseinandersetzung ist auf gesellschaftlicher Ebene derzeit offenbar nicht angesagt. Überall wird gekämpft: Es gibt derzeit mehr als ein Dutzend Kriege bzw. Bürgerkriege. Laut Unicef-Bericht von 2024 ist jedes fünfte Kind weltweit von Krieg betroffen. Das muss erschrecken.
Viele Fronten verlaufen auch mitten in unserer Gesellschaft: unterschiedliche Parteien, Interessengruppen, div. Herkünfte – und Themen, die polarisieren (von Gendern bis Palästina).
Dabei gehen leise und vernünftige Tonfälle fast komplett unter. Irgendwo habe ich aufgeschnappt: Wenn der Puls bei über 120 liegt, hat man ein Stress-Level erreicht, auf dem man kognitiv eingeschränkt ist und nicht mehr richtig zuhören kann. Also wird niedergekämpft und vernichtet – nicht nur verbal.
Mein Bedürfnis nach Harmonie scheint angesichts dieser Situation hoffnungslos. Wir brauchen Zuhören. Ich brauche Zuhören. Wo sind die Plattformen für echtes Zuhören in Gesellschaft und Politik? Wer achtet auf Regeln? Wer bildet eine Schiedsrichter-Instanz? Vermutlich ist das alles im Social-Media-Diskurs nicht etabliert.
Der systemische Blick
Ich versuche, mir das mit einer systemischen Brille anzuschauen. Also keine fachliche Schlaumeierei, sondern der Versuch, Dynamiken zu verstehen. Und vielleicht einen Umgang damit zu finden.
Mir ist im systemischen Sinn ein ressourcenorientierter Blick auf die Dynamik wichtig: Wofür könnte das Ausdruck sein? Wozu könnte das gut sein? Was wird eventuell durch diese Art von Interaktionsmuster stabilisiert?
Ringen um Aufmerksamkeit
Worum wird nun gerungen? Da draußen ringt der Mob der Social-Media und der Marketing-Maschinerie um deine Aufmerksamkeit. Mithilfe von KI-gestützter Mustererkennung wird versucht, dich zu „kennen“ im Sinne von „taxieren“: Aus wenigen Merkmalen wirst du zum perfekten Konsumenten analysiert.
Insgesamt also viel Gedränge und Getöse. Wer kann da noch wissen, was er/sie will, worum es geht und was das Ganze soll? Wie sollst du ringen für ein wichtiges Anliegen oder Thema, wenn dich eh alles zudröhnt?
Kein Wunder, dass die Menschen mehr kämpfen, niederkämpfen statt zu ringen. Das ruft nach neuer Art von Kontakt und Miteinander, ruft nach Halt, aber eben auch nach Auseinandersetzung.
Ringen mit der Wirklichkeit
Wir ringen um Aufmerksamkeit, Ressourcen, Freiheit, Raum für die eigenen Bedürfnisse. Wir ringen um Regeln, und um Regelbrüche. Und irgendwie auch um’s Überleben.
Jeden Tag muss ich anerkennen, dass die zunehmende Komplexität unserer Welt viele Menschen rigoros überfordert. Mich auch. Wir müssen uns mit einer Anzahl von zusammenhängenden Krisen befassen – Klimawandel, wachsende Ungleichverteilung, Kriege – in denen es tatsächlich um’s Überleben unserer Spezies und Kultur geht.
Die einen kämpfen sich durch ihren Alltag bis zur Erschöpfung. Andere wählen die Realitätsverleugnungen extremistischer und populistischer Versprechen, und suchen Vereinfachung in einer heilen Vergangenheit, die es so niemals gegeben hat. Oder sie geben sich einer Aufräumfantasie hin, mit menschenverachtendem Hau-Drauf-Zack-Weg-Programm.
Welche Möglichkeiten gibt es noch?
Welchen Weg wählst du?
Vom Kampf zum Ringen
Ich lese und höre gelegentlich vom „Zerfall der Gesellschaft“. Ja, könnte man sagen, hier geschieht im systemischen Sinne möglicherweise eine Differenzierung, die Ausdruck ist für der fehlenden Kraft für Zusammenhalt in einer gemeinsamen Mitte. Diese Lücke in der Mitte ist Versäumnis zentraler gesellschaftlicher Größen, angesichts divergenter Entwicklungen subjektiver, auch ökonomischer Lebenswirklichkeiten und Interessen.
Wo ist der zentrale Ort für Debatten, für Verhandlungen?
Wie kann eine plurale Gesellschaft einen zentralen Ort
für veränderungswirksame Auseinandersetzungen
über gemeinsame Wirklichkeiten zurück erhalten?
Polarisierung oder Spaltung
Andererseits kann man diese Lücke auch herbeireden. Polarisierung wird oft benannt, durch alle Medien. Dadurch wird sie zu einer lebendigen Größe – wie eine Diagnose, die eine Festschreibung bringt, aber keine Veränderungsdynamik begünstigt. Darin steckt zunächste eine Problemverstärkung.
In der NDR-Satire „Extra drei“ habe ich mal diese Pointe von Christian Ehring aufgeschnappt: Viele behaupten, die Gesellschaft sei gespalten. Vielleicht muss man sich das eher so vorstellen: Am Tisch ist eine Ecke abgebrochen. Und alle rufen: „Oh mein Gott, der Tisch ist gespalten!!“
Aus konstruktivistischer Sicht hat jede/r seine eigene Wirklichkeit. Offenbar erleben wir eine Entwicklung weg von einem Spektrum von Wirklichkeiten hin zu bewusst diametralen Konstrukten von Wirklichkeit – die also die Gegensätzlichkeit betonen. Dies wird begünstigt durch tendenziöse Berichterstattung, also eigentlich Kampagnen. Ich rede hier nicht von gutem und öffentlichem Journalismus, sondern von unredigierten Medien, den Bubbles, die sich separieren und nicht mehr im Kontakt stehen.
Die Vielfalt, die die Kommunikation im Internet eigentlich anbietet, wird hier zum Problem: Die unterschiedlichen Sub-Kontexte vertiefen sich immer mehr in ihren Bubbles. Die Algorithmen sozialer Medien bieten immer wieder Selbst-Ähnliches an. Diversität geht anders.
Dabei müsste man nur den Algorithmus so programmieren, dass er immer wieder etwas von der „anderen Seite“ auf die Timeline bringt. Soweit ich weiß, ist das nicht vorgesehen. Wir sollen uns weiterhin maximal wohl fühlen in unserer Bubble, in unserer sich selbst bestätigenden Realität.
Wie soll hier ein Austausch über die unterschiedlichen Wirklichkeitskonstruktionen stattfinden? Eine Kommunikation über unterschiedliche Positionen und Sichtweisen wird dadurch ja mehr oder weniger unterbunden.
Es profitieren meines Erachtens eher ungünstige Machtverhältnisse. Bernie Sanders bringt das auf den Punkt: Wir leben in einer Oligarchie. Einige durch Geld machtvolle Gestalten lenken die Bedingungen dieser Kommunikation und Bubbles. Falls sich das jemand ausdenkt, ist das doch recht raffiniert: Alle sind emsig mit der Abgrenzung ihrer Bubble von anderen beschäftigt, sodass sie das große Ganze nicht mehr in Frage stellen. Eine moderne Variante von: „Teile und herrsche“.
Unterkomplexes Parteiensystem
Schön, dass wir formal noch in einer Demokratie leben. Schön, dass man hier wirklich sagen kann, was man denkt. Man kann sogar behaupten, dass man nicht mehr sagen darf, was man denkt – und selbst, wenn das der allerletzte menschenverachtende Scheiß ist – und wird dafür nicht verhaftet.
Aber ich mache mir Sorgen: Unsere selbst entwickelte Welt ist so komplex, sodass wir sie mit einfachen Anpassungen nicht mehr adäquat bewältigen oder steuern können. Die Anzahl und Heftigkeit vitaler Krisen ist Ausdruck genau dafür.
Die erforderliche Komplexität von Entscheidungen auf gesellschaftlicher Ebene kann nicht durch eine Handvoll politischer Parteien passend abgebildet werden. Und in Parteien herrscht zudem oft noch Druck zur Einmütigkeit, um eine klares Profil und kraftvolle Position zu signalisieren. Gruppendenken – schon immer ein Killer von Kreativität und Innovation – ist hier eingebaut.
Falls du an dieser Hypothese zweifelst: Bei Entscheidungen von besonderer ethischer Brisanz befreien sich die politischen Parteien explizit vom „Fraktionszwang“. Diesen darf es laut Grundgesetz aber auch zu keiner anderen Zeit geben. Ich zitiere mal Artikel 38: „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“
Ein System braucht Vielfalt, um vital auf Anforderungen zu reagieren. Parteien im Gruppendenk-Modus – das ist keine vitale Vielfalt. Man sollte die Positionen innerhalb der Parteien als Spektrum auffassen. Und damit sind vielleicht einige betonte Unterschiede gar nicht mehr so groß und einige lancierte Themen gar nicht mehr so relevant.
Wie können wir das ändern?
Wo ist der Raum, hierüber zu reflektieren?
Die digitale Entfremdung
Die Buntheit der digitalen Kommunikation scheint hierauf eine Antwort zu sein. Aber meines Erachtens nur scheinbar. Die digitale Kommunikation befördert eine entfremdende Entwicklung: Abstrakte Interaktionen in der Anonymität des Internets ist kein „echter“ Kontakt. Es können sich hier – leicht vermittelt über Algorithmen, die Aufregerthemen durchsetzen und die weniger Adrenalin- und Dopamin-förderlichen Sachthemen eben kaum. Das muss zwangsläufig falsche Bilder unserer Wirklichkeiten erzeugen.
Es wird immer wieder Menschen geben, die lautstark ein Zurück zu Diesel oder Atomkraft fordern sowie Ausländer ´raus und ein Zurück „der Frau“ an den Herd. Dies sind erstaunlich oft ältere Herren. Da schau: Wir beobachten eine alternde Gesellschaft. Hypothese: Sie wollen in der Tat zurück, zurück in ihre Jugend, lange her. Statt sich damit ernsthaft inhaltlich zu befassen, sollten wir uns vielmehr fragen, warum offenbar ein Teil der Öffentlichkeit dazu neigt, dies seltsamerweise für zukunftsorientiert zu halten.
Es wird auch immer wieder Menschen geben, die sich für Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Wohlstand für alle und eine intakte Umwelt und lebbare Zukunft einsetzen. Auch diese Menschen begegnen sich in einer Bubble. Aber innerhalb der Community-Grenzen lässt sich nichts wirklich verändern.
Es gibt in der anonymen Kommunikation wenig Raum, gemeinsam persönlich etwas weiterzuentwickeln. Die Frustration über den Mangel an Resonanz führt zu Wut. Hier finden wir einen selbstverstärkenden zirkulären Schluss: einen Teufelskreis.
Abstrakte Kommunikation erschafft das Bild einer Übermacht anderer Positionen, ohne in Kontakt zu treten, oder sie begreifbar zu machen, entzieht sich der Auseinandersetzung. Die Frustration über diesen Mangel an Beweglichkeit in der Kommunikation macht Wut, die sich in Hass-Kommentaren und persönlichen Angriffen entlädt. Die abstrakte Form erlaubt erst diese Art der Entladungsversuche von Wut.
Die Kultur der Empfindsamkeit
Gleichzeitig habe ich den Eindruck: Wir leben wir in einer Kultur der zunehmenden Sensibilisierung – für persönliche und kollektive Empfindsamkeiten. So schaffen es „Wutbürger“, zur medialen Größe zu werden.
Wenn ich mir die Entwicklung persönlicher und kollektiver Empfindsamkeit der letzten 90 Jahre anschaue, halte ich es durchaus für einen Fortschritt, wacher und empfindsamer zu sein für eigene Bedürfnisse und Anliegen und Zustände.
Diese können allerdings auch genutzt werden als Steuerungsversuch in Gruppen oder der Gesellschaft. Mit dem Motto „Störungen haben Vorrang“ lässt sich aus so gut wie jeder Empfindsamkeit ein Veto für alles einlegen, verhindert jede Art von Entwicklung.
Das Prinzip „Störungen haben Vorrang“ mag in der TZI für gruppendynamische Klärungen hilfreich sein, kann aber in seiner Verabsolutierung jeden konstruktiven Entwicklungsschritt blockieren, und wird damit zum Machtmittel. Man beachte allerdings, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen dieses Veto-Recht wirksam nutzen oder überhaupt haben. Auch hier ein Teufelskreis.
Dabei sollte man über Einwände ja keineswegs hinweg gehen. Sie lassen sich sogar methodisch gewinnbringend einbinden mit einem Verfahren, das vor gut 50 Jahren Erich Visotschnig und Siegfried Schrotta entwickelt haben mit dem Titel „Systemisches Konsensieren“: Systemisches Konsensieren ist ein Entscheidungsverfahren, bei dem alle Gruppenmitglieder verschiedenste Lösungsvorschläge mit sogenannten Widerstandspunkten bewerten. Der Vorschlag mit dem geringsten Gesamtwiderstand gilt als „konsensnächste Entscheidung“. Hier geht es eben nicht um maximale Zustimmung, sondern das Minimieren von Widerstand. Immerhin kommt man so zu einer Entscheidung. Und wer dann dagegen noch kämpfen will, hat nur noch die wenigsten Argumente.
Resonanz versus Entfremdung
Hartmut Rosa beschreibt, das uns gesellschaftlich und persönlich „Resonanz“ abhanden kommt: Resonanz ist das Erleben und auch die Fähigkeit, mit Anderen und Anderem in eine wechselseitige Beziehung zu treten – die beide Seiten verändern kann.
Es ist schwer, die Meinungsfreiheit anderer Positionen zu ertragen, wenn diese als Gegnerschaft bzw. als die eigene Lebenswirklichkeit schädigend empfunden werden. Diese Freiheit ist sicher ein sehr hohes Gut, das es zu verteidigen gilt. Allerdings kann man mit Umberto Eco auch sagen: „Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.“
Auch dafür müssten wir uns kollektiv sich in Resonanz erproben. Das bedeutet nicht, einer Meinung sein zu müssen. Ganz im Gegenteil sind es vielleicht die Unterschiede, die Entwicklung voranbringen. Das ist ein dialektisches Prinzip und ebenso eine Erkenntnis aus der systemischen Praxis.
Über Wirklichkeiten und Visionen
Sollten wir in diesem Sinne um „die Wirklichkeit“ ringen? Aus konstruktivistischer Sicht lässt sich über die Wahrhaftigkeit der individuellen Wirklichkeiten nicht wirklich sinnvoll kämpfen. Auch wenn das schon oft genug und auch blutig versucht wurde. Über Wirklichkeiten lässt sich eigentlich nicht streiten. Über Schlussfolgerungen aus diesen Wirklichkeiten allerdings sehr wohl!
Und wir könnten streiten über Wege in eine lebenswerte Zukunft.
Wie in praktisch allen systemischen Veränderungsprozessen
ist auch hier hilfreich, Lösungsvisionen zu konstruieren.
Kleine Anmerkung, weil das meines Erachtens
auch unter systemischen Praktikern manchmal zu eng gedacht wird:
Es geht nicht darum, ganz genau diese visionierte Zukunft
„zu bekommen“. Sondern es geht darum, den Unterschied
zur gegenwärtigen Situation benennen und verfolgen zu können.
Also könntest du dich fragen: Wie willst du in Zukunft gut leben?
Welcher Unterschied zu heute ist dir persönlich wichtig?
Welchen Unterschied kannst du in deiner Welt aktiv herstellen?
Selbst den Hass-Verbreitern geht es im Grunde als Vision im tiefen Kern vermutlich nicht darum, andere Menschen niederzumachen. Sondern vielleicht geht es den Hatern auch um ein gutes, reichhaltiges und gesundes Leben. Wer wurde denn schon durch Hass glücklich?
Ringen um eine Zukunft
Also lohnt es sich, mehr zur ringen für eine Vision als für eine Position. Gefragt sind also Begegnungsräume, in denen ein gemeinsames Ringen um Visionen für eine lebenswerte Zukunft gelingt. Nicht im vernichtenden Kampf – im respektvollen Ringen, in der Auseinandersetzung, die Kontakt, Nachspüren und Klarheit ermöglicht, liegt die Chance für gesellschaftliche Weiterentwicklung.
Ich bin überzeugt: Wenn sich Menschen vorstellen können, wie die Welt für sie positiv aussehen kann, ändert sich der Diskurs, ändert sich das Handeln. Dafür müssen wir auch wieder üben, uns etwas vorzustellen.
Räume für Auseinandersetzung gestalten
Als Prozessbegleiterinnen können wir solche Räume gestalten, im Klassenzimmer, im Therapie-Setting, in künstlerischen Prozessen. Hier können Grenzen kreativ wirksam werden. Hier kann Widerstand als Haltepunkt dienen, sogar Energie liefern.
Das Feld der Kulturellen Bildung bietet Bühne und auch Kampfarena für kreative Vorstellungen, für konstruktive Auseinandersetzungen über lebenswerte Wirklichkeiten. Kultur bietet auch den Raum, in dem wir reflektieren, wie wir uns als Menschen sehen und entwickeln wollen.
Wo kannst du heute einen Raum für Ringen statt Kämpfen schaffen?
Welche Rolle in Gesellschaft oder Organisation hast du, das zu tunt?
Wo wartet jemand darauf, dass du zuhörst, statt zu kämpfen?
Wo kannst du von der Position zur Vision wechseln?


